Mobile Pädagogische Dienste

MoPäD

… steht für Mobile dagogische Dienste für erwachsene Menschen mit einer Behinderung aus dem autistischen Spektrum.

Die Leistungen durch MoPäD sind individuell am Hilfebedarf des einzelnen Menschen mit Autismus ausgerichtet und sollen dazu dienen, diesem Personenkreis eine autonome Lebensführung entsprechend ihrer Ressourcen zu ermöglichen.

Die Autismus-Therapie Weser–Ems gGmbH bietet neben der ambulanten Autismustherapie, eine weitere autismusspezfische Maßnahme in Form „Mobiler pädagogischer Dienste“ (MoPäD) an. Das Einzugsgebiet ist überregional im nordwestlichen Niedersachen.

Bei MoPäD handelt es sich um eine individuelle Eingliederungshilfe, die das Ziel hat, mit dem Klienten gemeinsam Bedingungen im Lebens- und Wohnumfeld so zu gestalten, dass sie sich in ihren eigenen Fähigkeiten bestärkt sehen. Die Betroffenen sollen so weit als möglich selbstbestimmt und perspektivisch ohne Hilfe unabhängig leben können.

Die aufsuchenden Hilfen richteten sich an volljährige Personen mit einer Behinderung aus dem autistischen Spektrum, diese benötigen in ihrem Alltag keine vollstationäre Betreuung, jedoch sind sie zur selbstständigen Lebensführung auf ambulante Hilfen angewiesen. Die Betroffenen können bei der Antragstellung in verschiedenen Lebensformen wohnen und betreut werden, wie z.B. Einzelwohnen, in Wohngemeinschaften, als Paarwohnen, in der eigenen Familie mit Kindern und in der Ursprungsfamilie.

Hierzu wird zunächst der Hilfebedarf festgestellt, um das Ziel der Selbstständigkeit zu verwirklichen. Dabei wird beachtet, dass die Maßstäbe an den autismusspezifischen Fähigkeiten und Problemen der Betroffenen gemessen und immer wieder überprüft werden.

Für die Betreuungsaufgaben von MoPäD bedeutet das konkret, dass die Betreuungsleistungen, ausgehend vom individuellen Hilfebedarf, Unterstützung, Beratung und Anleitung in verschiedenen Bereichen des alltäglichen Lebens erbracht werden.

Vorrangig beinhaltet die Hilfe folgende Bereiche:

Alltägliche Lebensführung

  • Förderung einer adäquaten Haushaltsführung, u.a. durch erarbeiten von individuellen Wochenplänen, Aufstellung der finanziellen Ressourcen (Finanzplanung).
  • Förderung der Basisversorgung (u.a. Einkauf, Kochen, Wäschepflege)
  • Unterstützung bei administrativen Aufgaben (u.a. Antragsstellungen, Behördengängen)

Gestaltung sozialer Beziehungen

  • Vermittlung und Koordination zwischen Klient und seinem sozialen Umfeld (Wohngemeinschaft, Nachbarschaft, Partnerschaft/Familie, Verwandte, Freunde, Bekannte).
  • Aufklärung über die autistische Beeinträchtigung, zum Erreichen eines besseren Verständnisses für den Klienten.

Teilhabe am kulturellen und gesellschaftlichen Leben

  • Förderung einer angemessenen Freizeitgestaltung, u.a. durch das Eruieren von Freizeitangeboten und Anbahnung/Begleitung zu ersten Kontakten z.B. zu einem Verein.

Teilhabe am Arbeitsleben

  • Bewerbungsmanagement, u.a. durch Unterstützung beim Erstellen der Bewerbungsmappen, individuelle Unterstützung bei der Vorbereitung auf ein Vorstellungsgespräch.
  • Begleitung zu Gesprächen bei der Agentur für Arbeit, eventuelle Vermittlung zwischen dem Berufsberater und dem Klienten. Aufklärung über die Behinderung Autismus.

Gesundheitsförderung und Erhaltung

  • Absprachen und Durchführung von Arztterminen
  • Beobachtung und Überwachung des Gesundheitszustandes
  • Überwachung ärztlicher und/oder therapeutischen Verordnungen
  • Aufklärung über Sexualität
  • Aufklärung über Suchtproblematik (eingeschlossen IT-Sucht)
  • Förderung eines gesundheitsfördernden Lebensstiles (gesunde Ernährung, Schlafhygiene)

Die autismusspezifische Maßnahme MoPäD kann des Weiteren eine fördernde Ergänzung zur Therapie sein. Erarbeite Inhalte aus der Therapie können im Rahmen von MoPäD im Alltag der Klienten transferiert werden. Zum Beispiel können erlernte Kommunikationsregeln im Alltag der Klienten trainiert werden. Lebenspraktisches Training kann in der Therapie angebahnt werden und durch die pädagogische Unterstützung in realen Lebenssituationen (z.B. Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel) gefestigt werden.
Durch das „Tandem“ Therapie + MoPäD können Ziele im Sinne der Eingliederungshilfe, für Personen mit einer Autismus-Spektrum-Störung, nachhaltig erreicht werden.

Bei MoPäd handelt es sich um eine Leistung der Eingliederungshilfe der §§ 53,54 SGB XII in Verbindung mit § 55 SGB IX.

MoPäd Flyer (PDF)

Kontakt

MoPäD Süd – Mobile Pädagogische Dienste
Widukindstraße 1a 
49716 Meppen 
Tel.: 05931 88 17 9-50
E-Mail: info@autismus-weser-ems.de

Pädagogische Leiterin
Soz.-Päd. B.A. Christine Helle-Deters


MoPäD Nord – Mobile Pädagogische Dienste
Hauptstraße 40
26789 Leer
Tel.: 0491 202 40 14-9
E-Mail: info@autismus-weser-ems.de

Pädagogische Leiterin
Dipl.-Psych. Silke Bruns